Tuma dla Paja
Tùma (oder Toma) bezeichnet im piemontesischen Dialekt allgemein „Käse“, da es sich um eine Käseart handelt, die auf den Almen und in den piemontesischen Tälern am meisten verbreitet ist. Die Tuma San Lorenzo wird aus Schaf-, Kuh- und Ziegenmilch sowie Sahne, Salz und Lab hergestellt. Die Verarbeitung der frisch gemolkenen Milch erfolgt bei niedriger Temperatur, unter Zusatz von flüssigem Lab. Nach der Gerinnung wird der Teig in Formen gefüllt, die man bei Zimmertemperatur reifen lässt, im Sommer in der Paja, einem piemontesischen Wort für „Stroh”.
Diese besondere Reifung schenkt der Toma einen Stroh- und Haselnussduft, eine weiße, runzelige Rinde, die einen weichen, cremigen und duftenden Teig versteckt.
Noch heute wird die Tuma dla Paja San Lorenzo nach handwerklichen Methoden hergestellt, die schließlich einen seltenen, häufig vergessenen Käse ans Licht befördern.
Das Gebiet: Die piemontesischen Langhe
Berühmt für die hochwertigen Weine, Barolo und Barbaresco - um nur die beiden berühmtesten zu nennen - und die Käsespezialitäten, sind die Langhe ein Hügelgebiet (daher der Name), das hauptsächlich in drei Gebiete unterteilt ist:
- Die Alta Langa umfast alle Bereiche oberhalb von 600 Metern und zeichnet sich durch Schafhaltung und Kastanienwälder aus
- Die Medie Langhe, mit Höhen zwischen 500 und 600 Metern, ist für den Obstanbau und vor allem für den Anbau der Piemontesischen Haselnüsse g.g.A. berühm;
- Die Basse Langhe umfasst die Täler und Landstriche in Nähe des Flusses Tanaro, und zeichnet sich durch den Intensivanbau von DOC-Weinbergen wie Barolo, Barbaresco, Barbera und Dolcetto aus.
Geht man bis zu den Römern zurück, die die ersten Straßen entlang der Gebirgskämme bauten, ist „Andar per Langa“ heute noch ein Synonym für eine Eigenart der Region, die dazu führt, dass man die Gebiete mehr entlang der Hügel abläuft als diese direkt zu durchqueren.
Als Gebiete, die jahrhundertelang abgelegen und wenig vom Tourismus betroffen waren, hat vor allem der weingastronomische Bereich diesen naturnahen Landstrichen zur Neuentdeckung, zum Schutz und zur Entwicklung verholfen.
Wenn man den gewundenen Straßen folgt, findet man eine Vielzahl von Burgen, von einfachen Bauten bis zu herrschaftlichen Adelsresidenzen, die in öffentliche Verwaltungszentren umgewandelt wurden oder heute noch von den Nachkommen der alten Familien bewohnt werden.
Jedes Jahr werden viele dieser Burgen im Frühling für Führungen geöffnet: Für weitere Infos.
[*Nicht erhältlich in Deutschland,Österreich, Schweiz, aufgrund der Zollgesetze]




