Sardellenfilets
Sardellen nehmen unter den Hochseefischen des Mittelmeers eine Hauptrolle ein. Frische Sardellen gelten als Köstlichkeit, doch auch die in Öl eingelegten Sardellenfilets findet man in jedem italienischen Haushalt. Bereits in der Antike waren Sardellen sehr geschätzt, um vielen Gerichten einen besonderen Geschmack zu verleihen. Die Römer bereiteten daraus eine Sardellenpaste zu, die sehr der heutigen ähnelt und über Jahrhunderte hinweg in Salz konserviert wurde. Heutzutage sind die in Öl eingelegten Sardellen mehr verbreitet, da sie sich länger aufbewahren lassen.
Sardellen müssen fangfrisch sein und schnell verarbeitet werden: sie werden gereinigt, geköpft und ausgenommen, der Schwanz, die Gräte und der goldfarbene Teil wird entfernt, anschließend werden sie gesalzen und in Öl eingelegt.
Ihre Verwendung in der Küche ist in allen Küstenländern am Mittelmeer und anderen warmen Ländern äußerst vielfältig: für die lombardische Gremolada, mit der Hachsensteaks gewürzt werden (zerhackt mit Knoblauch, Petersilie und Zitronenschale), zu apulischen Orecchiette mit Rübensprossen oder einfach angebraten mit Öl und Chili.
Das Gebiet: Ligurien
Eine Region, die an den Bergen klebt und doch aufs Mittelmeer blickt und ihre Identität zwischen einem wilden Gebirgsabschnitt -
bestehend aus kleinen, seit Jahrhunderten kaum veränderten Dörfern - und einem urbanisierten, touristischen und mondänen Küstenstreifen teilt.
Diese Dichotomie wirkt sich auch auf die Gastronomietradition aus, die viele frische Produkte, aber auch Konserven verarbeitet. Die mit Oliven, Basilikum und Blumen bebauten Hügel sind eine Eigenart des zur Felsküste abfallenden Lands. Und Basilikum und Oliven sind die Haupterzeugnisse dieses großzügigen Lands, das bis auf den letzten senkrechten Zentimeter ausgenutzt wird. Basilikum für das berühmte Pesto [AT|CH] und Oliven für das ebenso berühmte Extra native Olivenöl Riviera Ligure (g.U.) [AT|CH].
Haben Sie die Sardellenfilets in Olivenöl San Lorenzo [AT]* probiert? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in der Rubrik Kommentare!
[*Nicht erhältlich in der Schweiz, aufgrund der Zollgesetze]
Der hauptsächlich im Alpengebiet hergestellte
Die Taggiasca-Olive ist eine in einigen Gebieten der italienischen Riviera angebaute Olive, die hauptsächlich auf Kalkböden wächst. Von kleiner Größe und süßem Geschmack, wird diese Olive zur Erzeugung eines der berühmtesten Olivenöle Italiens (Extra natives Olivenöl der Riviera - g.U.) verwendet. Sie eignet sich auch perfekt zur Aufbewahrung in Salzlake oder Öl.
Ein namhaftes und einzigartiges Produkt:
Tùma (oder Toma) bezeichnet im piemontesischen Dialekt allgemein „Käse“, da es sich um eine Käseart handelt, die auf den Almen und in den piemontesischen Tälern am meisten verbreitet ist. Die Tuma San Lorenzo wird aus Schaf-, Kuh- und Ziegenmilch sowie Sahne, Salz und Lab hergestellt. Die Verarbeitung der frisch gemolkenen Milch erfolgt bei niedriger Temperatur, unter Zusatz von flüssigem Lab. Nach der Gerinnung wird der Teig in Formen gefüllt, die man bei Zimmertemperatur reifen lässt, im Sommer in der Paja, einem piemontesischen Wort für „Stroh”.




