Robert Basic hatte eine Umfrage unter Bloggern gestartet: wieviel Geld müsste man einem Blogger bezahlen, damit er a) einen positiven Artikel über ein gutes Produkt, und b) einen positiven Artikel über ein schlechtes Produkt veröffentlicht - natürlich ohne die Information, dass der Artikel bezahlt wurde…
Die Ergebnisse sind interessant: die Zahl der Idealisten, die so etwas nie machen würden, nahm mit steigendem Geldbetrag ab. Eine Mehrheit würde grundsätzlich einen versteckt bezahlten Artikel veröffentlichen, erschreckend viele schon ab 100€. Weiter geht dann die Überlegung: “Bestechlichkeit als Normalzustand” titelt Robert Basic. Warum also nutzen nicht mehr Firmen diese Art der Werbung? Weil sie von den Mechanismen im web2.0 keine Ahnung haben? Weil ihnen das zu wenig erfolgversprechend ist? Oder vielleicht, weil sie Angst haben, damit aufzufliegen, und so eine Anti-Werbung zu machen?
Und wie sieht es wohl langfristig aus: können wir den Bloggern-Kollegen noch trauen? Oder muss man in Zukunft bei jedem Artikel über ein Produkt XY misstrauisch sein? Da habe ich es als Corporate Blogger einfacher: es wird von mir erwartet, dass ich positiv über San Lorenzo Produkte schreibe. Alles andere, was ich blogge, ist meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger. Allerdings: nur wer mich persönlich kennt, weiss, dass ich mich nicht verbiegen lasse, und auch die Posts zu den Produkten der Wahrheit entsprechen - vielleicht kann man es aber auch an manchen Rezepten erkennen 
Scritto da Matthias Metze alle 11:38, in News, Hauptsächlich, Kurioses
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